In unseren Händen steht unser Schicksal geschrieben so heißt es. In den verworrenen Linien ist zu finden wen wir in Liebe umarmten, welche Schrecken wir begreifen mussten und welchen Schwertgriff wir umklammerten. Unsrer Hände Arbeit kann man dort lesen und unsere Taten dort wiederfinden. Tief eingegraben in den Furchen ist unser Lebensweg. Doch wo hinterlässt die Hand des Schicksals ihre Spuren? Nur die Unendlichkeit der Wüste, der ewige Sand, ist mächtig genug um diese Spuren zu fassen. So ergeben die ausgetretenen Pfade der Großen Karawane, die betörenden Gerüche des Souk, die wiegenden Bewegungen der Tänzerinnen und die raschen Schritte finsterer Gestalten ein Bild, das so genau ist, als hätte es ein begabter Maler eingefangen. Jedoch eines, das sich ständig ändert, verweht wird und neu geschaffen durch die Bewegungen des Sandes und des Windes. Begraben unter abertausenden, feinster Sandkörner, abgeschliffen durch die Zeit und vergessen. Schon nach nur einer Böe sind die Erlebnisse des letzten Jahres nicht mehr sichtbar. Der Bürgerkrieg in Al-Waha, der Provinzhauptstadt ist vorüber. Nur ein böser Traum, der verblasst, Angesichts des neuen Herrschers. Niemand denkt mehr an die Schlange, die sich in der Oase sonnte, niemand hört mehr den entfernten Schrei des Falken. Die Hand des Schicksals ist zu spüren, an diesem magischen Ort. Hier laufen die Linien der Prophezeiung zusammen - ein Buch, ein Mann, zu blind und unfähig eine Feder zu führen und der aufgehende Mond, der anzeigt, wann die rechte Zeit gekommen ist. Und am Ende, wird sich alles finden - denn mag der Sand auch noch so wechselmütig sein, die Wüste selbst vergisst niemals. Und wenn sie sich anschickt, die Erinnerungen heraufzubeschwören, dann möge der All-Eine uns Gnade schenken...

31.08. - 03.09.2017 (zur Anmeldung)

Salam aleikum verehrte Reisende,

die Ihr nun schon zum fünften Mal Eure Kamele gen der Oase Al Bahra im Land des Ewigen Sandes wendet.

Hier, wo sich der erschöpfte Wanderer von den Strapazen der Wüste ausruht, wo die Händler ihre exotischen Waren feilbieten und die Karawanen eine letzte Rast einlegen, bevor sie sich wieder auf ihre todbringende Reise durch die gnadenlose Hitze machen, erwecken wir mit Euch die farbenprächtige und betörende Welt des alten Orients zum Leben.

Wer weiß, wo er suchen soll, findet in den engen Gassen Glück, Reichtum und Erholung, ein süßes Leben im Paradies. Doch wer nicht weiß, was gut für ihn ist, und sich in die Geschicke der Mächtigen einmischt oder sich einlässt mit Magiern und Djinns, der riskiert sein Leben und verliert es schneller, als der Mond sich wandelt.

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